Manche Rezepte schmecken nicht nur gut – sie erzählen auch Geschichten. Dieser Käsekuchen nach Oma Lydia gehört für mich genau in diese Kategorie. Wenn wir meine Großeltern besucht haben, war die Kaffeetafel fast immer mit zwei ganz besonderen Kuchen gedeckt: Omas Käsekuchen und ihrem berühmten Bienenstich. Während meine Schwester sofort zum Käsekuchen griff, gehörte mein Herz damals ganz klar dem Bienenstich – zumindest hatten wir so eine Sache, um die wir nicht streiten mussten.
Trotzdem verbinde ich mit diesem Käsekuchen viele schöne Erinnerungen. Der Duft aus der Küche, das leise Klappern von Geschirr und das gemütliche Zusammensitzen am Tisch gehören für mich untrennbar dazu. Omas Käsekuchen war immer wunderbar cremig, mit einem zarten Mürbeteigboden und einer goldenen Oberfläche.
Heute backe ich dieses Rezept selbst immer wieder gerne – nicht nur wegen seines feinen Geschmacks, sondern auch, weil es mich ein kleines Stück zurück in diese unbeschwerten Nachmittage meiner Kindheit bringt. Und genau deshalb hat dieser Käsekuchen einen ganz besonderen Platz in meiner Rezeptesammlung verdient.
So gelingt dir dein Käsekuchen mit Sicherheit
Ein cremiger Käsekuchen mit glatter Oberfläche ist kein Zufall. Mit ein paar einfachen Backtipps lässt sich verhindern, dass der Kuchen beim Backen oder Abkühlen einreißt. Die folgenden Hinweise helfen dir dabei, dass dein Käsekuchen gleichmäßig backt, stabil bleibt und nach dem Abkühlen eine schöne, glatte Oberfläche behält.
- Bei niedriger Temperatur backen: Eine moderate Ofentemperatur (z. B. etwa 150–160 °C Ober-/Unterhitze) sorgt dafür, dass die Füllung gleichmäßig stockt und nicht zu schnell aufgeht.
- Den Kuchen langsam abkühlen lassen: Große Temperaturunterschiede führen oft zu Rissen. Lasse den Käsekuchen deshalb nach dem Backen zunächst bei leicht geöffneter Ofentür im Ofen abkühlen.
- Ein Wasserbad verwenden: Beim Backen im Wasserbad bleibt die Hitze gleichmäßiger und die Oberfläche trocknet weniger schnell aus.
- Nicht zu lange oder zu stark rühren: Wird zu viel Luft in die Masse eingerührt, kann der Käsekuchen im Ofen stark aufgehen und später wieder zusammenfallen – dabei entstehen häufig Risse.
- Eiweiß vorsichtig unterheben: Wenn geschlagenes Eiweiß verwendet wird, sollte es nur behutsam untergehoben werden, damit die Masse locker bleibt.
- Den Kuchen nicht zu früh aus der Form lösen: Erst vollständig abgekühlt lässt sich der Käsekuchen sauber schneiden und behält seine Form.
- Backzeit nicht zu kurz wählen: Die Füllung sollte vollständig gestockt sein. In der Mitte darf sie noch leicht wackeln, aber nicht flüssig wirken.
Ehrlich gesagt, habe ich mir nicht jeden dieser Tipps zu Herzen genommen. Mir ist es meistens zu aufwändig, den Kuchen im Wasserbad zu backen … Und daher kannst du bei mir auch einen Riss entdecken … Aber mit diesen Tipps hast du die besten Voraussetzungen, um es besser als ich zu machen! Verrate mir doch in den Kommentaren, ob es bei dir geklappt hat!
Erdbeer + Käsekuchen? Absolut!
Was wäre Tom ohne Jerry, Romeo ohne Julia oder Käsekuchen ohne Erdbeer? Richtig, sehr traurig … Daher kann ich dir sehr empfehlen, zu diesem Käsekuchen mein Erdbeerkompott zu reichen.
Du möchtest lieber eine Erdbeersauce statt Kompott? Gar kein Problem! Nutze einfach deinen Stabmixer um das Erdbeerkompott zu Erdbeersauce zu pürieren! Erzähle mir gerne in den Kommentaren, welches Obst bei dir unbedingt zum Käsekuchen gehört!
Fruchtig-Aromatisches Erdbeerkompott: Dieses einfache Erdbeerkompott ist in wenigen Minuten zubereitet und überzeugt mit einem intensiven, natürlichen Erdbeergeschmack. Die Beeren werden zusammen mit etwas Zucker oder Süßstoff, Stärke und Wasser kurz aufgekocht, bis eine fruchtige, leicht gebundene Sauce entsteht. Perfekt als Topping für Vanillemilchreis, Eis, Pudding-Oats oder Cheesecake. Besonders in der Ovulationsphase passen frische, aromatische Erdbeeren wunderbar auf den Speiseplan.
Entdecke weitere Käsekuchenrezepte und Leckereien
Ich habe bereits vor einiger Zeit ein gesünderes Käsekuchenrezept mit dir geteilt. Falls du Käsekuchen nicht widerstehen kannst, ist dies eine gute Variante, um in den Tag zu starten!
Falls du Lust hast noch mehr Kuchenrezepte und Leckereien auszuprobieren, findest du alle diese Rezepte in der Kategorie Treat Yourself.
Oma Lydias Käsekuchen
Der Käsekuchen nach Oma Lydia ist ein klassischer Käsekuchen aus der Springform mit zartem Mürbeteigboden und einer luftigen Quarkfüllung. Aufgeschlagenes Eiweiß sorgt für eine besonders lockere Textur, während langsames Backen bei niedriger Temperatur dem Kuchen seine cremige Konsistenz und eine sanft goldene Oberfläche verleiht. Serviert mit einer fruchtigen Erdbeersauce – zum Beispiel aus püriertem Erdbeerkompott – passt er perfekt zu einer gemütlichen Kaffeetafel.
Zutaten:
Für den Mürbeteig:
Für die Füllung:
So wird's gemacht:
Mürbeteig zubereiten:
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Gebe für den Mürbeteig das Mehl, Backpulver, den Zucker, Vanillezucker und Salz in eine große Rührschüssel und verrühre es gut.
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Gebe dann das Ei und die weiche Butter hinzu und verknete die Zutaten zu einem Teig. Du kannst dafür zunächst das Handrührgerät mit den Knethaken benutzen, bevor du den Teig mit den Händen fertig knetest.
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Packe den Teig nun in Frischhaltefolie und lagere ihn im Kühlschrank, bis du mit ihm fortfährst.
Füllung zubereiten:
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Trenne 5 Eier, gebe eine Prise Salz zum Eiweiß und schlage es steif.
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Gebe zu den Eigelbs nun die restlichen Zutaten der Füllung (bis auf den Eischnee) und vermixe sie mit dem Handrührgerät zu einer einheitlichen Masse.
Käsekuchen zusammenstellen:
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Heize deinen Ofen auf 160 °C, Ober- / Unterhitze vor.
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Fette deine 26cm-Springform gut mit Butter ein.
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Nehme nun den Mürbeteig aus dem Kühlschrank und rolle ihn zwischen zwei Stückchen Frischhaltefolie aus, bis er einen Durchmesser von ca. 30 cm hat. Lege damit die Springform aus. Der Teig sollte den gesamten Boden gleichmäßig bedecken und am Rand ca. 3 cm hochgezogen werden.
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Den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen.
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Hebe nun den Eischnee unter die Füllung. Starte zunächst mit einem Löffel und hebe dann den gesamten Eischnee unter.
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Gebe die gesamte Füllung auf den vorbereiteten Tortenboden. Klopfe die Backform dann ein paar Mal auf die Arbeitsplatte um Luftbläschen zu lösen.
Käsekuchen backen und fertigstellen:
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Gebe den Kuchen nun für 1,5 - 2 Stunden zum Backen in den Ofen (bei 160 °C, Ober- / Unterhitze), bei mir waren es 1h und 37 min.
Die Oberfläche sollte rundum leicht gebräunt, aber nicht zu dunkel oder schwarz sein.
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Lasse den Kuchen dann möglichst langsam abkühlen. Stelle den Ofen aus und nehme den Kuchen nicht direkt heraus. Lasse ihn im Ofen mit leicht geöffneter Tür für ca. 2 Stunden oder über Nacht abkühlen.
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Wenn der Käsekuchen Raumtemperatur erreicht hat, gebe ihn in den Kühlschrank, bis du ihn servieren möchtest.
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Wenn der Kuchen gut durchgekühlt ist, nehme ihn aus dem Kühlschrank und löse ihn vorsichtig aus der Form. Schneide ihn in Kuchenstückchen und serviere ihn z.B. mit Erdbeersauce (Link siehe oben).
Nährwertangaben
Portionen 12
- Menge pro Portion
- Kalorien 409.59kcal
- % Täglicher Wert*
- Fett insgesamt 18.77g29%
- Kalium 42.63mg2%
- Gesamte Kohlenhydrate 45.43g16%
- Ballaststoffe 0.73g3%
- Zucker 27.78g
- Eiweiß 13.45g27%
* * Die täglichen Prozentwerte basieren auf einer Diät mit 2.000 Kalorien. Deine täglichen Werte können je nach Kalorienbedarf höher oder niedriger sein.
Anmerkung
Tipp: Erdbeer und Käsekuchen (Strawberry-Cheesecake) ist so eine klassische Kombination! Auf meinem Rezepteblog findest du bereits ein Rezept für Erdbeerkompott, was sich wunderbar mit diesem Käsekuchen kombinieren lässt! Möchtest du lieber eine Erdbeersauce, dann püriere das Erdbeerkompott einfach mit einem Pürierstab!
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